Ottonenfrauen im Zörbiger Museum: "Guck mal! So kochen die in ein paar hundert Jahren!" |
Von Zörbig nach Spören
Zwischenstation: Die Wassermühle des Zörbiger Schlosses |
Nach dieser Stärkung wurde es Zeit für eine, wir geben es zu, kurze Wanderung nach Spören und wieder zurück. Einen kurzen Zwischenstop gab es an der Wassermühle, die früher zum Zörbiger Schloss gehörte. Spören lag faktisch in Sichtweite. Es war eine bequeme Wanderung auf Wegen abseits der Straßen. Früher war dies alles eine feuchte und sumpfige Niederung, einen Eindruck bekamen wir heute noch. Es gab nur einen Weg und man mußte an den befestigten Plätzen vorbei. Die Slawen allerdings liebten diese feuchten Landstriche.
Vor Ort in Spören waren wir überrascht von der Größe des noch vorhandenen Burghügels, auf dem ganz sicherlich einst eine Motte, also eine Turmhügelburg, stand. Die Kirche, romanischen Ursprungs, stand direkt daneben. Was hatte es mit diesem Burghügel auf sich?
Ähnlich wie in Zörbig gab es auch in Spören im 9./10. Jhd. ein slawisches Dorf, bevor im 10. Jhd. die ottonische Eroberung einsetzte und hier im 11. Jhd. eine Turmhügelburg neben Wirtschaftshof und Kirche entstand. Auch das vorher vorhandene Dorf wurde nun mit einem Wall umgeben. Aber erst 1140 tauchen die Besitzer der Burg namentlich auf, in den Urkunden der Zeit wird ein "Bertholdus de Spurne nobilis" erwähnt. Seine Nachkommen treten später als Burggrafen von Giebichenstein in Erscheinung.
Die Schlacht um die Burg Spören
Im Jahr 1173 wird die Burg Spören Schauplatz eines hitzigen Gefechts. Vielleicht ging es um die Kontrolle des Übergangs durch die Feuchtniederung des Strengbaches, vielleicht auch nur um einen simplen Raubzug, die von Spurne galten als reich, als Wulrad von Gnetsch mit seinen Vasallen und Kriegsleuten Burg und Ort angreift und belagert. Aber die von Spören hatten Verbündete: Graf Friedrich von Brehna und sein Sohn Konrad kamen zur Unterstützung herangeritten und schlugen die Angreifer in die Flucht.
Ab 1209 wurde der Burgstandort nebst 170 Hufen Land klösterlicher Besitz, kam als Schenkung zum Kloster Nienburg, was noch einmal den Reichtum der Burggrafen aus Spören zeigt. Burg und dazugehörige Lehnhöfe blieben bis in die Neuzeit bestehen. 1825 kommt das Rittergut in bürgerlicher Hände. An die Turmhügelburg erinnert heute allerdings nur noch der imposante Burghügel.
Soweit die nachgelesene Geschichte von Spören. Wir hatten den Hügel verlassen, waren nach Zörbig zurückgekehrt, etwas traurig, dass die diesjährige Wanderausstellung wieder vorbei war.Wir werden ganz sicher noch weitere machen.
Bis dahin Lis und Rio
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