... fiel 2015 auf Grund verschiedener Umstände aus. Aber aufgehoben ist ja nicht aufgeschoben wie man so schön sagt. Die Wanderung ist auf das Frühjahr 2016 verschoben. Die Strecke wird wohl wieder durch die Streezer Berge gehen ... natürlich nur, um wieder nach Ölböhm bei Jens' Eltern die herausragende Gastfreundschaft bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen geniessen zu dürfen :-D
Samstag, 23. Januar 2016
Montag, 19. Oktober 2015
Wanderausstellung 2015 - Rund um die Wiege der Ottonen
... oder, wie sagte die Dame im Museum im Kloster Brunshausen so schön: "Hier begann die Geschichte Deutschlands".
Bad Gandersheim ist mit der Geschichte der Ottonen so eng verknüpft wie kaum ein anderer Ort. Liudolf und Oda, die "Stammeltern" des ottonischen Herrschergeschlechts, gründeten im 9. Jahrhundert das Frauenstift Gandersheim. Ihre Blütezeit erlebte Gandersheim dann unter den Liudolfingern m 10. Jahrhundert. Zu dieser Zeit lebte auch die Dichterin Roswitha von Gandersheim. In einem Ortsteil von Bad Gandersheim befindet sich auch das, ebenfalls im 9. Jahrhundert, gegründete Benedektinerkloster Brunshausen. Im Kloster Brunshausen wurde der Konvent des Stiftes Gandersheim nach dessen Gründung 852 bis zur Fertigstellung der Kirchen- und Stiftsgebäude in Gandersheim untergebracht.
Nun ja ... wie man sieht - es gibt einige Orte, die mit der Geschichte der Ottonen so eng verknüpft sind, aber Bad Gandersheim ist als "Wiege der Ottonen" damit schon ein besonderer Ort.
Untergebracht waren wir im Dikonissen-Mutterhaus Salem in Bad Gandersheim - und bis auf die (recht unauffällige) Gesellschaft einer älteren, einsamen Dame - hatten wir am Wochenende das Gästehaus für uns allein. Inklusive schönem Aufenthaltsraum für gemütliches Beisammensein und einem liebevoll bereiteten Frühstück extra für uns.
Samstag morgen dann: Regen. Die Wettervorhersage versprach trockenes Wetter ab Mittag und so haben wir erstmal wichtige Vereinsangelegenheiten erledigt.
Tastsächlich hörte es ab Mittag auf zu regnen und wir brachen erst mal in Richtung Kloster Brunshausen auf. Nein, gewandert wurde noch nicht ... erstmal haben wir alle den dort ansässigen Klostershop mit der Filiale eines berühmten Werkzeugherstellers "gestürmt". Das muss allerdings schon beeindruckend ausgesehen haben, eine kleine Horde Ottonen streunt begeistert durch den Laden und erfreut sich an Schnitzmessern, Sägen und Beilen genauso wie an handgearbeiteten Plüschtierchen, Liudolf-Bonbons, gedrechselten Holzschalen, Minzkakao und Seidentüchern.
So nahmen wir jeder einige schöne Dinge mit - Werkzeug, Ausrüstungsgegenstände, Süßes und Schönes...
Da wir aber auch noch wandern und auch das trockene Wetter nutzen wollten, ging es nach der Shoppingtour nicht erst ins Kloster-Cafe sondern erstmal zurück zur Unterkunft um dann zur Wanderung zu starten.
Die Strecke sollte ca. 8 km lang sein. Nicht sehr lang, aber es war ja schließlioch auch schon früher Nachmittag und wir wussten ja auch nicht, wie lange das Wetter sich noch hält.
Ein Stück durch den Ort ging es schließlich in ein Waldstück und dann einen Hügel hinauf, immer am Feldrand entlang. Die Aussicht von hier oben auf den Harzrand war fantastisch. Irgendwie konnte man sich gar nicht satt sehen.
Wir trafen unterwegs auf wilde Ponies und wilde Obstbäume ... und erreichten schon nach kurzer Zeit
das Dörfchen Clus. Die dortige Klosterkirche war schließlich unser Ziel.
Die Klosterkirche befindet sich auf dem Gelände eines Ponygestüts (was anfangs ein wenig verwirrend war) und ist nicht ganz so alt, nämlich aus dem 12. Jahrhundert.
Da Jörn und die Kinder leider schon am Anfang der Strecke umdrehen mussten und nun in Bad Gandersheim auf unsere Rückkehr warteten, haben wir die eigentlich geplante Kaffee-und Kuchenpause ausfallen lassen und haben uns auch für den kürzeren (aber landschaftlich nicht mehr so wunderschönen) Rückweg entschieden. Außerdem wurden auch die Wolken immer dunkler und so mach ein paar Füße war auch schon kalt und feucht.
Also traten wir den Rückweg an und kamen auch schon nach kurzer Zeit im Kloster Brunshausen an, wo uns Jörn und die Kinder bereits erwarteten. Und endlich kamen wir auch alle zu unserer (immerhin wohlverdienten) Kaffeepause im Kloster-Cafe.
Bei Oda-Torte und Gewürzkakao liessen wir den Nachmittag ausklingen, bewundertet die handgewebten Leinen-Tischdecken auf dem Tisch und schauten schon erste Bilder an ... und fanden alle, auch wenn es eine kurze Wanderung war, so war sie doch - wie immer - sehr schön.
Am nächsten Vormittag besuchten wir noch das Museum im Kloster Brunshausen mit der Ausstellung "Starke Frauen, Feine Stiche" (wirklich sehr, sehr sehenswert!) und natürlich noch mal das Kloster-Cafe und spazierten noch einmal durch den Skulpturengarten und dann war auch schon die Zeit des Abschieds gekommen ...
*Seufz* - Schön wars. Wir haben uns wiedergesehen, haben gemütlich beisammen gesessen, geredet, diskutiert, geplant, geträumt und viel gelacht, gut gegessen und gut gewandert, haben etwas gelernt und auch etwas gelernt ...
Bis zum nächsten Mal. Ich freu mich schon jetzt!
(Fotos: Huginn - Ravenpicture, Maic Gronych. Herzlichen Dank dafür!)
Bad Gandersheim ist mit der Geschichte der Ottonen so eng verknüpft wie kaum ein anderer Ort. Liudolf und Oda, die "Stammeltern" des ottonischen Herrschergeschlechts, gründeten im 9. Jahrhundert das Frauenstift Gandersheim. Ihre Blütezeit erlebte Gandersheim dann unter den Liudolfingern m 10. Jahrhundert. Zu dieser Zeit lebte auch die Dichterin Roswitha von Gandersheim. In einem Ortsteil von Bad Gandersheim befindet sich auch das, ebenfalls im 9. Jahrhundert, gegründete Benedektinerkloster Brunshausen. Im Kloster Brunshausen wurde der Konvent des Stiftes Gandersheim nach dessen Gründung 852 bis zur Fertigstellung der Kirchen- und Stiftsgebäude in Gandersheim untergebracht.
Nun ja ... wie man sieht - es gibt einige Orte, die mit der Geschichte der Ottonen so eng verknüpft sind, aber Bad Gandersheim ist als "Wiege der Ottonen" damit schon ein besonderer Ort.
Untergebracht waren wir im Dikonissen-Mutterhaus Salem in Bad Gandersheim - und bis auf die (recht unauffällige) Gesellschaft einer älteren, einsamen Dame - hatten wir am Wochenende das Gästehaus für uns allein. Inklusive schönem Aufenthaltsraum für gemütliches Beisammensein und einem liebevoll bereiteten Frühstück extra für uns.
Samstag morgen dann: Regen. Die Wettervorhersage versprach trockenes Wetter ab Mittag und so haben wir erstmal wichtige Vereinsangelegenheiten erledigt.
Tastsächlich hörte es ab Mittag auf zu regnen und wir brachen erst mal in Richtung Kloster Brunshausen auf. Nein, gewandert wurde noch nicht ... erstmal haben wir alle den dort ansässigen Klostershop mit der Filiale eines berühmten Werkzeugherstellers "gestürmt". Das muss allerdings schon beeindruckend ausgesehen haben, eine kleine Horde Ottonen streunt begeistert durch den Laden und erfreut sich an Schnitzmessern, Sägen und Beilen genauso wie an handgearbeiteten Plüschtierchen, Liudolf-Bonbons, gedrechselten Holzschalen, Minzkakao und Seidentüchern.
So nahmen wir jeder einige schöne Dinge mit - Werkzeug, Ausrüstungsgegenstände, Süßes und Schönes...
Da wir aber auch noch wandern und auch das trockene Wetter nutzen wollten, ging es nach der Shoppingtour nicht erst ins Kloster-Cafe sondern erstmal zurück zur Unterkunft um dann zur Wanderung zu starten.
Die Strecke sollte ca. 8 km lang sein. Nicht sehr lang, aber es war ja schließlioch auch schon früher Nachmittag und wir wussten ja auch nicht, wie lange das Wetter sich noch hält.
Ein Stück durch den Ort ging es schließlich in ein Waldstück und dann einen Hügel hinauf, immer am Feldrand entlang. Die Aussicht von hier oben auf den Harzrand war fantastisch. Irgendwie konnte man sich gar nicht satt sehen.
Wir trafen unterwegs auf wilde Ponies und wilde Obstbäume ... und erreichten schon nach kurzer Zeit
das Dörfchen Clus. Die dortige Klosterkirche war schließlich unser Ziel.
Die Klosterkirche befindet sich auf dem Gelände eines Ponygestüts (was anfangs ein wenig verwirrend war) und ist nicht ganz so alt, nämlich aus dem 12. Jahrhundert.
Da Jörn und die Kinder leider schon am Anfang der Strecke umdrehen mussten und nun in Bad Gandersheim auf unsere Rückkehr warteten, haben wir die eigentlich geplante Kaffee-und Kuchenpause ausfallen lassen und haben uns auch für den kürzeren (aber landschaftlich nicht mehr so wunderschönen) Rückweg entschieden. Außerdem wurden auch die Wolken immer dunkler und so mach ein paar Füße war auch schon kalt und feucht.
Also traten wir den Rückweg an und kamen auch schon nach kurzer Zeit im Kloster Brunshausen an, wo uns Jörn und die Kinder bereits erwarteten. Und endlich kamen wir auch alle zu unserer (immerhin wohlverdienten) Kaffeepause im Kloster-Cafe.
Bei Oda-Torte und Gewürzkakao liessen wir den Nachmittag ausklingen, bewundertet die handgewebten Leinen-Tischdecken auf dem Tisch und schauten schon erste Bilder an ... und fanden alle, auch wenn es eine kurze Wanderung war, so war sie doch - wie immer - sehr schön.
Am nächsten Vormittag besuchten wir noch das Museum im Kloster Brunshausen mit der Ausstellung "Starke Frauen, Feine Stiche" (wirklich sehr, sehr sehenswert!) und natürlich noch mal das Kloster-Cafe und spazierten noch einmal durch den Skulpturengarten und dann war auch schon die Zeit des Abschieds gekommen ...
*Seufz* - Schön wars. Wir haben uns wiedergesehen, haben gemütlich beisammen gesessen, geredet, diskutiert, geplant, geträumt und viel gelacht, gut gegessen und gut gewandert, haben etwas gelernt und auch etwas gelernt ...
Bis zum nächsten Mal. Ich freu mich schon jetzt!
(Fotos: Huginn - Ravenpicture, Maic Gronych. Herzlichen Dank dafür!)
Donnerstag, 1. Oktober 2015
Romanisch Wandern in Sachsen-Anhalt
Das Portal "Straße der Romanik" bietet 16 romanische Wandertouren an. Zu jeder Tour gibt es eine ausführliche PDF mit Karte, Bilder, Beschreibung und sogar Höhenprofil. Das finden wir vorbildlich und freuen uns schon darauf, einmal eine der Touren abzuwandern.
Hier geht es zu den romanischen Touren...
Eure Wanderer durch die Zeit
Hier geht es zu den romanischen Touren...
Eure Wanderer durch die Zeit
Dienstag, 17. Februar 2015
Winterwanderung!
Während der diesjährigen Winterklausur des Lebendige Geschichte e.V. sind wir wieder ein Stück gewandert. Und zwar vom Kloster Drübeck (wo wir wirklich hervorragend untergebracht waren) bis zum Kloster Ilsenburg. Zugegeben - das war mit 6 km Hin und zuürck eine kurze Strecke. Aber landschaftlich sehr schön - wenn auch der Traum einer Wanderung durch den Winterwald leider nicht in Erfüllung ging.
Trotzdem war eine schöne Tour, eine tolle Truppe und ein interessantes Ziel (die Malereien im Boden der Klosterkirche Ilsenburg sind toll) - wieder im Kloster Drübeck angekommen freuten wir uns auf Kaffee und Kuchen (im Seminarraum - da das Kloster-Cafe voll war).
Ein paar Bilder der Wanderung folgen später.
Während der diesjährigen Winterklausur des Lebendige Geschichte e.V. sind wir wieder ein Stück gewandert. Und zwar vom Kloster Drübeck (wo wir wirklich hervorragend untergebracht waren) bis zum Kloster Ilsenburg. Zugegeben - das war mit 6 km Hin und zuürck eine kurze Strecke. Aber landschaftlich sehr schön - wenn auch der Traum einer Wanderung durch den Winterwald leider nicht in Erfüllung ging.
Trotzdem war eine schöne Tour, eine tolle Truppe und ein interessantes Ziel (die Malereien im Boden der Klosterkirche Ilsenburg sind toll) - wieder im Kloster Drübeck angekommen freuten wir uns auf Kaffee und Kuchen (im Seminarraum - da das Kloster-Cafe voll war).
Ein paar Bilder der Wanderung folgen später.
Dienstag, 11. November 2014
Nach der Wanderung ist vor der Wanderung, oder?
Wir können hier ja mal Ideen sammeln für nächste Ziele ... wir waren am vergangenen Donnerstag bei einem Vortrag über Turmhügelburgen in Ostdeutschland, also spezielle Mecklenburg-Vorpommern, der Altmark und Sachsen-Ahnalt. Leider hatte er für Sachsen-Anhalt und die Altmark nur jeweils zwei Beispiele ... aber die waren dafür sehr interessant. Okay ... allerdings nicht ottonisch sondern eher ins 13. - 14. Jahrhundert datiert.
Burg "Krepe" bei Eichstedt (Altmark)
Klein Wangen bei Nebra
Schöna (im Fläming)
... die konnte ich mir merken.
Wir können hier ja mal Ideen sammeln für nächste Ziele ... wir waren am vergangenen Donnerstag bei einem Vortrag über Turmhügelburgen in Ostdeutschland, also spezielle Mecklenburg-Vorpommern, der Altmark und Sachsen-Ahnalt. Leider hatte er für Sachsen-Anhalt und die Altmark nur jeweils zwei Beispiele ... aber die waren dafür sehr interessant. Okay ... allerdings nicht ottonisch sondern eher ins 13. - 14. Jahrhundert datiert.
Burg "Krepe" bei Eichstedt (Altmark)
Klein Wangen bei Nebra
Schöna (im Fläming)
... die konnte ich mir merken.
Sonntag, 2. November 2014
Gewandungswanderung des Gesindes - Herbst 2014
Wie jedes Jahr im Herbst sollte es auch dieses Jahr eine Gesindewanderung - rund um das Nienthal geben - dieses Mal nur in den Streezer Bergen.
Die Strecke, ca. 13 km, sind wir - um die Bodenverhältnisse zu überprüfen und um eventuell wegen Hirschbrunft gesperrte Wege gleich umplanen zu können, ein paar Tage vorher mal abgelaufen, so dass wir am am Samstag, dem Wandertag, gleich starten konnten. Das Wetter war genau wie die Stimmung - einfach super :-)
Los ging es früh um 9 an der Burg, ausgerüstet mit Wanderstöcken, der Karte - stilecht auf Leder gemalt und etwas Proviant. Erstes Zwischenziel war das Großsteingrab am Grundlosen See.
Weiter ging es dann durch den Wald bis zur Schutzhütte am Waldrand. Hier konnte man noch ein kleines Stück eine Anhöhe hinauf laufen, vorbei an einer alten, bereits zugewachsenen aber sehr tiefen Kiesgrube, einem alten Solitärbaum der schon auf alten Seekartenkarten als Landmarke eingezeichnet ist und dem Blick von hier oben auf die Ostsee und die "Alte Burg" am Gandersee (ein verlassener Burghügel).
Nach dieser Zwischenetappe ging es wieder in den Wald, nächstes Ziel war dann ein weiteres Großsteingrab mit dem sogenannten Näpfchenstein. Die Wege waren in diesem Jahr sehr gut, trockener als im letzten Jahr, dafür haben wir aber jetzt viel weniger Wild gesehen. Nur ganz vereinzelt sahen wir mal ein Stück Damwild. Einmal hörten wir sie auch. Im letzten Jahr war das ganz anders. Aber auch dieses Teilstück führte und durch den wunderschönen Herbstwald bis zum Ziel, bein dem wir dann wieder eine Pause einlegten. Schließlich hatten wir so viel Zeit, da durfte die Rast auch länger ausfallen.
Auf dem Näpfchenstein hinterliessen wir dann schliesslich noch ein paar Opfergaben für die Ahnen und wanderten weiter. Das dritte Zwischenziel war nämlich etwas, auf das wir uns besonders freuten - Kaffee und frischen Kuchen bei Jens Eltern zu Hause! Die Teilstrecke ging dieses Mal am Waldrand entlang einen Feldweg bis ins nächste Dorf, was wir auch - dann doch schon ein bisschenb fusslahm, erreichten und mit einer liebevoll gedeckten Tafel, Kaffee und Sahne und drei verschiedenen, frischen Kuchen empfangen wurden. DAS tat gut ... denn Jens Mutter hat uns wirklich sehr verwöhnt! Herzlichen Dank noch mal an dieser Stelle!
Frisch ausgeruht und gestärkt ging es dann weiter - dieses Mal an einem der größten Hügelgräber der Gegend vorbei.
Weiter ging es wieder in den Wald. Unterwegs kamen wir noch an der ehemaligen Turmnhügelburg bei Freesendorf vorbei, von der allerdings nicht mehr viel zu sehen war, nur noch einen schwachen Hügel mit einem angedeuteten Graben konnte man erkennen.
Nicht weit davon entfernt und dem Ziel schon nahe hatten wir die Möglichkeiut uns zwischen zwei Wegen zu entscheiden, einen kürzeren und einen längeren. Valder und Silvia entschieden sich für den kürzeren, Jens, Hermann und ich sind den längeren weiter gelaufen.
Vorbei an der Stelle, die vielleicht mal ein altes Kloster war (hier ranken sich nur Legenden) und vorbei am Froschteich und den alten Weidenbäumen, über die Highländer-Weide und am Feldrain ging es dann zurück zur Burg - geschafft aber froh kamen wir gegen halb 5 nachmittags dort an.
Die Burgmannschaft wartete mit dem warmen Eseen (obwohl wir alle noch satt vom Kuchen waren) dann auf uns.
Schön wars.
Ich freu mich schon auf das nächste Jahr - auf die nächste Wanderung. Ziele gibt es noch soooo viele!
Eure Lis
Die Strecke, ca. 13 km, sind wir - um die Bodenverhältnisse zu überprüfen und um eventuell wegen Hirschbrunft gesperrte Wege gleich umplanen zu können, ein paar Tage vorher mal abgelaufen, so dass wir am am Samstag, dem Wandertag, gleich starten konnten. Das Wetter war genau wie die Stimmung - einfach super :-)
Los ging es früh um 9 an der Burg, ausgerüstet mit Wanderstöcken, der Karte - stilecht auf Leder gemalt und etwas Proviant. Erstes Zwischenziel war das Großsteingrab am Grundlosen See.
Weiter ging es dann durch den Wald bis zur Schutzhütte am Waldrand. Hier konnte man noch ein kleines Stück eine Anhöhe hinauf laufen, vorbei an einer alten, bereits zugewachsenen aber sehr tiefen Kiesgrube, einem alten Solitärbaum der schon auf alten Seekartenkarten als Landmarke eingezeichnet ist und dem Blick von hier oben auf die Ostsee und die "Alte Burg" am Gandersee (ein verlassener Burghügel).
Nach dieser Zwischenetappe ging es wieder in den Wald, nächstes Ziel war dann ein weiteres Großsteingrab mit dem sogenannten Näpfchenstein. Die Wege waren in diesem Jahr sehr gut, trockener als im letzten Jahr, dafür haben wir aber jetzt viel weniger Wild gesehen. Nur ganz vereinzelt sahen wir mal ein Stück Damwild. Einmal hörten wir sie auch. Im letzten Jahr war das ganz anders. Aber auch dieses Teilstück führte und durch den wunderschönen Herbstwald bis zum Ziel, bein dem wir dann wieder eine Pause einlegten. Schließlich hatten wir so viel Zeit, da durfte die Rast auch länger ausfallen.
Auf dem Näpfchenstein hinterliessen wir dann schliesslich noch ein paar Opfergaben für die Ahnen und wanderten weiter. Das dritte Zwischenziel war nämlich etwas, auf das wir uns besonders freuten - Kaffee und frischen Kuchen bei Jens Eltern zu Hause! Die Teilstrecke ging dieses Mal am Waldrand entlang einen Feldweg bis ins nächste Dorf, was wir auch - dann doch schon ein bisschenb fusslahm, erreichten und mit einer liebevoll gedeckten Tafel, Kaffee und Sahne und drei verschiedenen, frischen Kuchen empfangen wurden. DAS tat gut ... denn Jens Mutter hat uns wirklich sehr verwöhnt! Herzlichen Dank noch mal an dieser Stelle!
Frisch ausgeruht und gestärkt ging es dann weiter - dieses Mal an einem der größten Hügelgräber der Gegend vorbei.
Weiter ging es wieder in den Wald. Unterwegs kamen wir noch an der ehemaligen Turmnhügelburg bei Freesendorf vorbei, von der allerdings nicht mehr viel zu sehen war, nur noch einen schwachen Hügel mit einem angedeuteten Graben konnte man erkennen.
Nicht weit davon entfernt und dem Ziel schon nahe hatten wir die Möglichkeiut uns zwischen zwei Wegen zu entscheiden, einen kürzeren und einen längeren. Valder und Silvia entschieden sich für den kürzeren, Jens, Hermann und ich sind den längeren weiter gelaufen.
Vorbei an der Stelle, die vielleicht mal ein altes Kloster war (hier ranken sich nur Legenden) und vorbei am Froschteich und den alten Weidenbäumen, über die Highländer-Weide und am Feldrain ging es dann zurück zur Burg - geschafft aber froh kamen wir gegen halb 5 nachmittags dort an.
Die Burgmannschaft wartete mit dem warmen Eseen (obwohl wir alle noch satt vom Kuchen waren) dann auf uns.
Schön wars.
Ich freu mich schon auf das nächste Jahr - auf die nächste Wanderung. Ziele gibt es noch soooo viele!
Eure Lis
Freitag, 31. Oktober 2014
Wanderausstellung der Ottonenzeit 2014
Unsere diesjährige Wanderung in Gewandung widmete sich dem Schloss Zörbig und den Resten der Turmhügelburg Spören. Wir können unseren Ausflug auch in einen Kulturteil und einem Wanderabschnitt unterteilen. Der kulturelle Teil bestand aus der Besichtigung des Heimatmuseums Zörbig, einem sehr engagiert geführten Museum als Ehrenamtsmodell, immerhin mit der einzigen Slawenausstellung in der Umgebung von Halle. Für eine Erneuerung der gesamten Museumsausstellung sind viele Ideen gefragt. Frank Freitag, unser Kontaktmann in Zörbig, kümmert sich daraum. Und vielleicht können wir dort auch einige Ideen beisteuern. Zörbig wurde 961 das erste Mal urkundlich erwähnt. Als slawischer Siedlungsplatz bestand es aber bereits länger. Das heute erhaltene Schloss ist ein Nachfolgebau einer ottonisch-salischen Burg.
Wir danken den freundlichen Leuten vor Ort, namentlich Frau Weber und Herrn Freitag, für die freundliche Führung durch das Museum und natürlich besonders für Speis, Trank und Geselligkeit als Stärkung vor der Wanderung.
| Ottonenfrauen im Zörbiger Museum: "Guck mal! So kochen die in ein paar hundert Jahren!" |
Von Zörbig nach Spören
| Zwischenstation: Die Wassermühle des Zörbiger Schlosses |
Nach dieser Stärkung wurde es Zeit für eine, wir geben es zu, kurze Wanderung nach Spören und wieder zurück. Einen kurzen Zwischenstop gab es an der Wassermühle, die früher zum Zörbiger Schloss gehörte. Spören lag faktisch in Sichtweite. Es war eine bequeme Wanderung auf Wegen abseits der Straßen. Früher war dies alles eine feuchte und sumpfige Niederung, einen Eindruck bekamen wir heute noch. Es gab nur einen Weg und man mußte an den befestigten Plätzen vorbei. Die Slawen allerdings liebten diese feuchten Landstriche.
Vor Ort in Spören waren wir überrascht von der Größe des noch vorhandenen Burghügels, auf dem ganz sicherlich einst eine Motte, also eine Turmhügelburg, stand. Die Kirche, romanischen Ursprungs, stand direkt daneben. Was hatte es mit diesem Burghügel auf sich?
Ähnlich wie in Zörbig gab es auch in Spören im 9./10. Jhd. ein slawisches Dorf, bevor im 10. Jhd. die ottonische Eroberung einsetzte und hier im 11. Jhd. eine Turmhügelburg neben Wirtschaftshof und Kirche entstand. Auch das vorher vorhandene Dorf wurde nun mit einem Wall umgeben. Aber erst 1140 tauchen die Besitzer der Burg namentlich auf, in den Urkunden der Zeit wird ein "Bertholdus de Spurne nobilis" erwähnt. Seine Nachkommen treten später als Burggrafen von Giebichenstein in Erscheinung.
Die Schlacht um die Burg Spören
Im Jahr 1173 wird die Burg Spören Schauplatz eines hitzigen Gefechts. Vielleicht ging es um die Kontrolle des Übergangs durch die Feuchtniederung des Strengbaches, vielleicht auch nur um einen simplen Raubzug, die von Spurne galten als reich, als Wulrad von Gnetsch mit seinen Vasallen und Kriegsleuten Burg und Ort angreift und belagert. Aber die von Spören hatten Verbündete: Graf Friedrich von Brehna und sein Sohn Konrad kamen zur Unterstützung herangeritten und schlugen die Angreifer in die Flucht.
Ab 1209 wurde der Burgstandort nebst 170 Hufen Land klösterlicher Besitz, kam als Schenkung zum Kloster Nienburg, was noch einmal den Reichtum der Burggrafen aus Spören zeigt. Burg und dazugehörige Lehnhöfe blieben bis in die Neuzeit bestehen. 1825 kommt das Rittergut in bürgerlicher Hände. An die Turmhügelburg erinnert heute allerdings nur noch der imposante Burghügel.
Soweit die nachgelesene Geschichte von Spören. Wir hatten den Hügel verlassen, waren nach Zörbig zurückgekehrt, etwas traurig, dass die diesjährige Wanderausstellung wieder vorbei war.Wir werden ganz sicher noch weitere machen.
Bis dahin Lis und Rio
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